ÄhreErnährungswissenschafter empfehlen mehr Vollkornprodukte zu essen – das macht länger satt, senkt den Cholesterinspiegel und wirkt sich positiv auf die Verdauung aus. Der hohe Mineralstoff- und Vitamingehalt ist ein zusätzliches Plus von ballaststoffreicher Ernährung.

Vollkornmehl

MehlFrüher wurde das ganze Getreidekorn mit Schale und Keimling zu Mehl vermahlen, dann haben sich die Verarbeitungsverfahren verändert und das Abtrennen von Keim und Schale wurde möglich. Je höher der Schalenanteil im Mehl desto höher auch der Mineralstoffgehalt und damit die Mehltype. Weizenmehl der Type 405 (Weißmehl) ist zum Beispiel klassisches Haushaltsmehl mit guten Backeigenschaften aber niedrigerem Mineralstoff- und Ballaststoffgehalt.

Vollkorn-Lebensmittel

Vollkorn heißt:

  • alle drei Teile des Korns (Schale, Keimling, Mehlkörper) im Lebensmittel
  • als ganzes Korn, als Flocken, gebrochen, gespalten oder gemahlen

Meistens wird Vollkorngetreide in Form von Mehl zur Herstellung von Brot, Zerealien, Pasta, Kräckern und anderen getreidehaltigen Produkten verwendet. Ungeachtet der Getreideverarbeitung müssen Vollkornprodukte immer ungefähr das Verhältnis von Kleie, Keim und Endosperm aufweisen wie man es im ursprünglichen Korn findet. Nudeln, Reis und Brot gibt es auch in der Vollkornvariante. Vollkornprodukte lassen den Blutzucker nicht so rasch ansteigen und können so Heißhungerattacken verhindern.

bio_koernerbrot_resch_frisch_600x600Wie erkennt man Vollkorn?

Bei verpackten Lebensmitteln einfach die Zutatenliste lesen – dort sieht man sofort, ob zum Beispiel die Nudeln oder Kekse mit Vollkornmehl hergestellt wurden.

Ob eine Brot- oder Gebäcksorte Vollkornmehl enthält oder nicht, ist auf den ersten Blick oft nicht leicht erkennbar. Körner im Teig oder als Bestreuung sagen noch nichts über die Vollwertigkeit des Brotes aus. Auch die Farbe muss nicht unbedingt wegen dem Vollkornanteil dunkel sein – Weizenvollkornbrot ist zum Beispiel eher hell, Roggenvollkornbrot dunkel. Dunkles Brot oder Gebäck kann aber auch einen Malzanteil enthalten, der die Färbung ausmacht.

Gesundheitsplus Vollkorn

Vollkornprodukte sind reich an B-Vitaminen und Mineralstoffen, wie Zink, Eisen, Phosphor, Magnesium, Kalium und Selen und enthalten wertvolle Ballaststoffe (unverdauliche pflanzliche Faserstoffe).

Der hohe Ballaststoffanteil bietet viele positive Vorteile. Er regt die Darmtätigkeit an und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Zahlreiche Studien legen nahe, dass Ballaststoffe auch vor Darmkrebs schützen können. Damit sie diese vorbeugende Wirkung entfalten muss aber eine große Menge aufgenommen werden – eine Portion Müsli am Tag reicht da nicht aus. Empfohlen wird eine Aufnahme von 30 Gramm Ballaststoffen pro Tag, das entspricht zum Beispiel 5 Scheiben Vollkornbrot.

Worauf die protektive Wirkung beruht ist noch nicht ganz klar. Es wird angenommen, dass Ballaststoffe krebserregende Stoffe binden können und durch die Anregung der Darmtätigkeit krebserregende Substanzen schneller abtransportiert werden.

Mehr Ballaststoffe in die tägliche Ernährung einzubauen bringt also viele Vorteile. Ersetzen Sie doch einmal Nudeln, Reis und Brot mit der Vollkornvariante. Auch Obst und Gemüse (vor allem Hülsenfrüchte) sind ballaststoffreich. Aber Vorsicht, wer die hohe Ballaststoffaufnahme nicht gewohnt ist, sollte die Zufuhr nur schrittweise erhöhen um den Darm daran zu gewöhnen.

Wie geht es Ihnen mit Vollkorn-Produkten? Gehören diese auf Ihren täglichen Speiseplan?

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