hand holding stopwatch against a abstract backgroundEssen wird im alltäglichen Leben immer mehr zur Nebensache. Zwischen zwei Terminen schnell eine Wurstsemmel oder den ganzen Tag nichts essen und am Abend über den Kühlschrank herfallen – so sieht das Essverhalten vieler aus.

Das Essen verliert immer mehr an Stellenwert. Waren früher Mahlzeiten Fixpunkte im Tagesablauf so nehmen wir uns heute kaum noch Zeit zum Essen und unsere Essgewohnheiten werden den Lebensumständen angepasst. Mahlzeiten werden rasch im Stehen oder Gehen konsumiert um den Hunger zu stillen, wobei die Qualität der Nahrung immer mehr in den Hintergrund rückt. Die „Außer-Haus-Verpflegung“ gewinnt nach wie vor an Bedeutung, wobei vor allem der Fast Food-Verzehr wächst. Am eigenen Herd wird immer weniger gekocht.

Genussvolles Essen trägt aber erwiesenermaßen zur Gesundheit bei und wer die Kunst des Genießens ohne schlechtes Gewissen beherrscht, steigert sein Wohlbefinden.

„Wer nicht genießt, wird ungenießbar.“Konstantin Wecker

Wer genießt, lebt gesünder

Wer richtig genießt, der lebt auch gesünder. Warum? Der Begriff Gesundheit bedeutet nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern umfasst auch seelisches und soziales Wohlbefinden. Zum Gesundsein gehören also auch soziale Kontakte, Freundschaften, Beruf, usw.

shutterstock_20745118Auch das Genießen-Können spielt eine zentrale Rolle. Genießen hebt die Laune, die Wahrnehmung wird geschärft und man wird produktiver. Genießer erhöhen so ihre Lebensqualität, sie sind ausgeglichener und leistungsstärker. Eine Studie zum „Ersten Österreichischen Genussbarometer“ hat auch gezeigt, dass Genuss und gesunde Ernährung Hand in Hand gehen. Genießer fühlen sich nicht nur gesünder, sie sind auch größere Obst- und Gemüseliebhaber als Genussunfähige.

Genuss darf aber nicht mit Völlerei gleichgesetzt werden. Um richtig genießen zu können, bedarf es auch Phasen des Verzichts!

6 Tipps zum Genuss

  • Nehmen Sie sich Zeit zum Essen
  • Lesen Sie keine Zeitung daneben und lassen Sie den Fernseher ausgeschaltet
  • Warten Sie mit Ihrer Computerarbeit oder dem Internetsurfen bis nach dem Essen
  • Hören Sie auf Ihr Hungergefühl – wenn Sie es tagsüber ignorieren, schlägt abends der Heißhunger zu und dann greifen wir automatisch zu süßen und fettigen Lebensmitteln
  • Essen Sie langsam und kauen Sie jeden Bissen gut
  • Legen Sie während des Essens öfter das Besteck beiseite und genießen Sie jeden Bissen
    Hören Sie auf zu essen, wenn Sie satt sind – unser Sättigungsgefühl tritt erst nach 20 Minuten ein, deshalb sollten Sie sich mit dem Essen Zeit lassen

„Es braucht zu allem ein Entschließen, selbst zum Genießen.“Eduard von Bauernfeld

Fernseher aus, Genuss an

Das gemeinsame Abendessen der Großfamilie am Esstisch war ein mal. Heute wird oft vor dem Fernseher gegessen. Es finden keine Gespräche mehr statt, alles dreht sich um die Flimmerkiste. Die Mahlzeiten werden kaum wahrgenommen und der Teller ist leer, ohne, dass man es richtig mitgekriegt hat. Das Sättigungsgefühl wird ignoriert und die Werbung inspiriert uns zu noch mehr Chips-Konsum während dem Hauptabendprogramm. Wir stopfen uns mit süßen und fetten Snacks voll und nehmen nicht einmal den Geschmack richtig wahr, von der Portionsgröße ganz zu schweigen. Studien belegen: Kinder, die mehr als zwei Stunden vor dem Fernseher und Computer verbringen, haben das drei- bis vierfache Risiko an Übergewicht zu erkranken (American Academy of Pediatrics).

So können Sie gegensteuern

Schaffen Sie eine angenehme Tischatmosphäre: Servietten, Kerzenlicht, schönes Geschirr und die Lieblingsmusik im Hintergrund. Der Esstisch soll einladend und anregend wirken.

Gehen Sie offline: Handy, Tablet, Computer, Fernseher,…. 20 Minuten technikfreie Zeit sollte auch für echte TV- und Internetjunkies machbar sein.

Konzentrieren Sie sich beim Essen auf Ihre Mahlzeit, schmecken Sie die Gewürze und genießen Sie die Speisen. Schulen Sie Ihre Sinne, können Sie die Zutaten herausschmecken?

Unser Leben ist schnelllebig und stressig genug, gönnen Sie sich und ihrem Körper zumindest einmal täglich die „langsame Genusszeit“.

 

Rotwein„Das Leben muss wie ein kostbarer Wein mit gehörigen Unterbrechungen Schluck für Schluck genossen werden. Auch der beste Wein verliert für uns allen Reiz, wenn wir ihn wie Wasser hinunterschütten.“Ludwig Feuerbach

Wie sieht Ihr Essverhalten aus? Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Mahlzeit?

 

 

 

Kommentare

  1. Christine Holzberger sagt:

    Hallo Frau Zangenfeind, grundsätzlich versuche ich schon alle 6 Regeln einzuhalten, klappt leider auch nicht immer. Danke für die Erinnerung !!!! Herzliche Grüße aus Nürnberg

    • Evelyn Zangenfeind sagt:

      Liebe Frau Holzberger,

      auch mir gelingt es nicht immer, die Tipps zu beherzigen 😉
      Gewohnheiten zu ändern ist nicht immer leicht.
      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

      Liebe Grüße
      Evelyn Zangenfeind

  2. Tolazzi peter sagt:

    Toll toll

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