Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns bei Resch&Frisch schon mit dem Thema Lebensmittelunverträglichkeiten und haben uns auch mit der Produktentwicklung für Betroffene auseinandergesetzt. In den folgenden Wochen möchte ich Ihnen die wichtigsten Unverträglichkeiten kurz vorstellen. Heute wird die Laktoseintoleranz das Thema sein.

Laktoseintoleranz – was ist das?

Laktoseintoleranz wird auch als Milchzuckerunverträglichkeit bezeichnet. Der mit der Nahrung aufgenommene Milchzucker (Laktose) kann nicht aufgespalten werden. Die Ursache ist eine fehlende oder verminderte Produktion des Verdauungsenzyms Laktase. Dieses Enzym spaltet normalerweise die Laktose in seine zwei Bestandteile Glucose und Galaktose, welche dann vom Dünndarm ins Blut aufgenommen werden. Geschieht diese Spaltung nicht oder nur unzureichend gelangt der ungespaltene Milchzucker bis in den Dickdarm, wo er von den Darmbakterien verstoffwechselt wird. Die dabei entstehenden Abbauprodukte, können zu typischen Symptomen, wie Blähungen oder Durchfall führen.

Was bedeutet das für die Ernährung?

Je nach Restaktivität des Enzyms können unterschiedliche Laktosemengen vertragen werden. Am meisten Laktose ist in Milch, Frischkäse und Molke enthalten.

Ab welcher Menge die unangenehmen Symptome auftreten ist also von Person zu Person verschieden. Trotz der unterschiedlichen tolerablen Laktosemenge hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) herausgefunden, dass 12 g Laktose auf einmal für die meisten Betroffenen durchaus verträglich sind.

Link zum EFSA-Gutachten: http://www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/1777.htm

Auch wenn man an Laktoseintoleranz leidet, können kleine Mengen an Milch- und Milchprodukten ohne Beschwerden konsumiert werden. Das ist deshalb wichtig, weil solche Produkte die besten Kalzium-Lieferanten sind.

Diagnose

Ob eine Laktoseintoleranz vorliegt wird beim Facharzt mit einem Wasserstoff-Atemtest festgestellt. Die Laktose wird von Bakterien im Dickdarm zu Wasserstoff abgebaut, der vom Blut in die Lunge wandert und dort abgeatmet wird. Die Wasserstoffmenge wird nach einem laktosereichen Trunk (50 g Laktose in Wasser) in der Atemluft gemessen. Wird vermehrt Wasserstoff abgeatmet, geht man von einer Laktoseintoleranz aus.

Wenn eine Milchzuckerunverträglichkeit diagnostiziert wurde, sollte man sich individuell von geschulten Personen (Ernährungswissenschafter, Diätologen) beraten lassen. Die persönliche Toleranzgrenze testet man nach zwei laktosefreien Wochen, indem man die Laktosemenge langsam steigert.

Laktose in Brot und Gebäck

Auch der Bauernbua ist laktosefrei!

Bei der Herstellung von manchen Brot- und Gebäcksorten wird Milch oder Milchpulver verwendet. Resch&Frisch verfügt jedoch über ein großes laktosefreies Sortiment. Diese laktosefreien Produkte enthalten weniger als 0,1 % Laktose (unter 10 mg pro 100 g). Informieren Sie sich über unsere laktosefreien Produkte auf unserer Homepage.

Haben Sie auch eine Laktoseunverträglichkeit? Welche Produkte müssen Sie meiden?

Kommentare

  1. Margrit Friess sagt:

    Da ich Laktose- und Glutenintolerant bin bitte ich um Information ob es Produkte gibt die sowohl laktose- als auch glutenfrei sind.

  2. Christa Fischer sagt:

    Ihr glutenfreies Gebäck ist herrlich im Geschmack. Es ist für mich sehr angenehm das man es bei Merkur in der eigenen Tiefkühlbox bekommt. Kann es nur weiterempfehlen!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.