„Ernähre dich gesünder!“, „Halte dich fit!“, „Iss weniger Fett!“ – all diese Ratschläge hört und liest man überall. Diverse Zeitschriften und Fernsehsendungen greifen dieses Thema immer wieder auf und wollen uns zu einer „gesunden Ernährung“ erziehen.

 

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Tatsächlich kann man mit einer gesunden, vollwertigen Ernährung vielen Erkrankungen vorbeugen und somit seine aktive Lebensspanne verlängern. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Todesursache Nummer 1 in Österreich und ein zu hoher Blutdruck, hohes Cholesterin, Übergewicht, Diabetes und Bewegungsmangel sind Risikofaktoren, die durch eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährungsweise minimiert werden können. Bleibt nur die Frage: Was ist eine gesunde Ernährung überhaupt?

 

 

Eine gesunde Ernährung….

  • versorgt den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen, die lebenswichtige Funktionen im Organismus erfüllen
  • umfasst das richtige Verhältnis von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten, angemessene Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen und Wasser

Doch wie sieht eine gesunde Ernährungsweise in der Praxis aus? Die 10 Regeln der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung bringen es auf den Punkt:

1. Vielseitig essen – vor allem bunt, also zum Beispiel Obst und Gemüse von jeder Farbe. Probieren Sie auch mal etwas Neues aus und greifen Sie im Supermarkt zu Früchten, die Sie noch nicht kennen – vielleicht werden Sie überrascht!

2. Reichlich Flüssigkeit – mindestens 1,5 Liter am Tag. Dabei sind natürlich Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte gemeint und nicht etwa alkoholische Getränke.

shutterstock_207451183. Gemüse und Obst – 5 Portionen am Tag. Das klingt richtig viel. Eine Portion entspricht dabei etwa einer Faust oder bei Salaten zum Beispiel zwei Handvoll. Die Aufteilung über den Tag könnte in etwa so aussehen: Eine Banane ins Frühstücksmüsli, einen Apfel am Vormittag, zwei Hände voll Salat und gedünstete Karotten als Beilage zum Mittagessen und schließlich noch ein kleiner Paprika zur Jause am Abend.

4. Getreideprodukte und Erdäpfel – bei Reis, Nudeln und Brot die Vollkornvarianten bevorzugen!

muesliweckerl_resch_frisch_600x600_25. Milch und Milchprodukte – für die Calcium- und Eiweißversorgung sollten drei Portionen Milch- und Milchprodukte (möglichst fettarm konsumiert werden.

6. Fisch, Fleisch und Eier in Maßen – Zwei bis drei Portionen Fleisch bzw. Wurstwaren, ein bis zwei Portionen Fisch (vor allem fetter Seefisch und heimische Kaltwasserarten) und max. 3 Eier sollen pro Woche auf dem Teller landen. Diese Lebensmittel versorgen uns mit Jod, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren.

7. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel – achten Sie auf die Fettqualität und bevorzugen Sie hochwertige pflanzliche Öle.

8. Sparsam bei Zucker und Salz – Zucker im Kaffee, Tee oder Kuchen können Sie problemlos schrittweise reduzieren, ohne dass Sie ihn groß vermissen werden. Gesüßte Getränke enthalten meist erstaunlich viel Zucker, auf den Sie gut verzichten können. Durch den Einsatz von Kräutern und Gewürzen können Sie auch Salz beim Kochen einsparen.

9. Schonend zubereiten – schonende Zubereitungsmethoden wie dampfgaren oder dünsten erhalten die Vitamine im Lebensmittel. Auch auf lange Warmhaltezeiten soll verzichtet werden.

Bewegung10. Auf einen aktiven und gesunden Lebensstil achten – zur Erhaltung unserer Gesundheit und Mobilität bis ins hohe Alter darf regelmäßige Bewegung auf keinen Fall fehlen. Außerdem sollten Sie auf das Rauchen verzichten.

Auf den ersten Blick wirken diese Regeln zugegebenermaßen etwas einschüchternd – wie soll man das alles schaffen? Hier gilt: ein Schritt nach dem anderen, Sie müssen nicht gleich von heute auf morgen ihr Leben umkrempeln – wenn Sie heute noch einen Apfel essen und einen Spaziergang machen, haben Sie schon einen wichtigen Schritt in ein gesundes, aktives Leben gesetzt.

Wie sieht es mit Ihren Ernährungsgewohnheiten aus? Befolgen Sie alle Empfehlungen?

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