Als Frühlingsbote ist der „Waldknoblauch“ Bärlauch aus der modernen, kreativen Küche nicht mehr wegzudenken. Der Bärlauch ist eine Pflanzenart aus der Gattung Allium und somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Da Bärlauch das erste zu Jahresbeginn wachsende Kraut im Garten ist, kann er auch Schnittlauch oder Zwiebelkraut ersetzen. Bärlauch kommt wild in fast ganz Europa und Nordasien in schattigen Auen und Auwäldern sowie besonders an Laubwaldhängen vor. Bärlauch ist aber mittlerweile auch vielfach in Gärten anzutreffen.
Der Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze, die seit einigen Jahren eine Renaissance erlebt. Die Pflanze ist zwar komplett essbar, genutzt werden aber vorwiegend die Blätter, frisch als Gewürz oder Gemüse, aber auch verarbeitet zu einem Pesto hält er Einzug in die Frühjahrsküche. Seine Blätter erscheinen ab Februar/März, er blüht von April bis Juni und mit der Blüte endet die Erntezeit.
Bärlauchblätter sollten vor dem Erblühen geerntet werden, da sie danach einen bitteren Geschmack annehmen und kaum genießbar sind. Bärlauch wird beim Sammeln immer wieder mit den giftigen Maiglöckchen, den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen oder den meist ungefleckten Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs verwechselt. Verwechslungsgefahr besteht vor allem, weil der Bärlauch vor der Blüte gesammelt wird.
Der "Knoblauchgeruch" beim Zerreiben der Blätter gibt einen guten Erkennungshinweis.
Ob der Name Bärlauch tatsächlich etwas mit Bären zu tun hat, kann nur vermutet werden; es gibt allerdings den Volksglauben, wonach Bären nach ihrem Winterschlaf im Frühjahr Bärlauch fressen, da die Blätter den Organismus nach der langen Ruhephase wieder richtig in Schwung bringen. Grund genug für unsere Vorfahren sich vom Bärlauch ebenso Bärenkräfte zu erwarten – vielleicht hat sich so dieser Name entwickelt.
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